Unsere Hochzeitsreise haben wir - weil es doch etwas spezielles sein sollte - auf die andere Seite der Weltkugel gebracht. Wir haben etwas mehr als 3 Wochen in dem Inselstaat Hawaii verbracht und uns dabei die verschiedenen Inseln angeschaut. Die folgenden Seiten geben Euch hoffentlich einen kleinen Eindruck davon, was wir erlebt haben.
Zunächst mal der Reiseablauf:
Von Zürich ging es über Atlanta - mit einer Nacht Zwischenstopp - direkt nach Honolulu. Hier haben wir uns die ersten Tage direkt im Strandhotel Hilton Hawaiian Village eingebucht um uns an Wetter und Zeitverschiebung zu gewöhnen. Nach 4 Tagen ging dann ein vorgebuchtes Programm los über die verschiedenen Inseln. Mit dabei neben Oahu wo wir ja schon sind: Kauai, Big Island (Hawaii) und Maui.
Die Stationen seht ihr nochmal hier auf der Landkarte:
Zu jeder Station gibt es einen kleinen Bericht, und natürlich eine Bildergallerie. Wir hoffen das ganze ist interessant für Euch und führt auch zu dem einen oder anderen Beitrag im Gästebuch. Auf den einzelnen Seiten könnt Ihr auch gerne Kommentare hinterlassen, wenn ihr vielleicht selbst da wart und Euch an was witziges erinnert, oder zusätzlich Infos habt für uns, oder oder oder...
Diese Stelle möchte ich auch gleich benutzen mich bei Freya und Jürgen zu bedanken. Denn deren Hawaii-Bericht hatten wir natürlich vorher gelesen und immer dabei um unterwegs darauf zurückzugreifen.
Nun viel Spass beim Lesen der einzelnen Abschnitte.
4.3. - Ankunft in Honolulu
Honolulu Airport Nach unserem ziemlich ereignislosen Zwischenstopp in Atlanta sind wir endlich am Ziel. 20 Stunden Flug ist schon ne ganze Menge, aber es war auszuhalten. Lokale Ankunftszeit 15:00, Temperatur irgendwo über 20 Grad, bewölkt. Naja, ist ja der erste Tag und zum eingewöhnen vielleicht gar nicht so falsch. Erstmal durch den Flughafen und Gepäck abholen. Leider wussten wir nicht, ob wir abgeholt werden oder nicht, aber da wir niemand mit unserem Schildchen gesehen haben sind wir dann mit Gepäck einfach zum Waikiki Shuttlebus und ab zu Hotel. Laut Reiseprospekt bekommt man als 'Honeymooner' hier ein Upgrade umsonst - wenn verfügbar. Genau das war unser Problem, war leider nicht verfügbar. Damit hatten wir dann halt doch 'City View' im normalen Doppelzimmer. Schade. Egal, wir sind sowieso doch etwas groggy und fallen früh ins Bett.
5.3. - Schlechtwetterprogramm
Guten morgen im Paradies, dazu noch relativ früh. Dank Zeitverschiebung sind wir recht früh auf den Beinen und stellen fest, auch hier gibt es Wolken und Regen. Zumindest ist es nicht kalt. Wir haben am Vortag ein Einkaufszentrum gesehen, und laut dem Shuttlefahrer soll es auch das zweitgrösste der USA sein. Welch Glück für uns, das ganze ist nur 10 Gehminuten entfernt. Also ab, und erstmal die einkaufen. Da ist es wenigstens trocken und windstill. Zuviel gekauft haben wir nicht, denn wie die Malls so sind, sind sie doch eher teuer - zumindest im Vergleich zu den floridanischen Outlets, die wir sonst unsicher machen. Zurück im Hotel finden wir eine Nachricht auf dem AB von unserer Reisegesellschaft, die sicherstellen will, ob mit uns alles ok ist. Das Taxiunternehmen, das uns am Flughafen abholen sollte hat uns nicht gefunden. Ja gut, so kann man es auch sehen, wir haben sie ja auch nicht gefunden. Wir erfahren dabei, dass wir sogar den traditionellen Blumenkranz hätten bekommen sollen. Schade auch, aber wir können den Urlaub auch sicher ohne geniessen.
6.3. - Honolulu
Wieder recht früh wach, und Wetter auch nicht besser. Dennoch machen wir uns heute auf, die Hotelumgebung auszulotzen. Also erstmal den Waikiki Strand runter und über die Strasse zurück. Ist doch ganz schön viel los hier, und die Touri's lassen sich es auch nicht von dem Wetter verübeln und baden im Meer. Am Nachmittag sind wir dann mit dem Bus ab nach Honolulu Downtown. Hier schauen wir uns die wichtigen Sehenswürdigkeiten wie das State Capitol, Königsstatue, Iolani Palace usw. an. Dann noch ein Abstecher nach Chinatown mit abschliessendem Cocktail am Hafen neben dem Aloha Tower. Den Tower selbst konnten wir leider nicht besteigen, Aufzug ausser Betrieb und Treppenhaus gesperrt. Na toll.
7.3. - Schlechtwetterprogramm Part 2
Auch heute ist uns das Wetter nicht hold, auch die Einheimischen reden von einem untypisch kalten und nassen Wetter. Hilft uns auch nicht weiter, also nochmals einkaufen. In der Zwischenzeit haben wir auch ein Outlet ausfindig gemacht, und da wir nun auch den Bus kennen schauen wir doch gleich mal, ob das nicht damit geht. Klar, sagt man uns. Also ab zum Bus und nach ein paar mal durchfragen sitzen wir dann auch im richtigen und sind unterwegs. Einmal noch umsteigen heisst es, dann seihen wir schon da. Super. Leider hat keiner gesagt, dass man über eine Stunde mit diesem Bus unterwegs ist, und dazu ist die Klimaanlage auf vollgas. Brrr.... Naja, wir kommen an und kaufen wieder mal ein bisschen ein. Auch wieder nicht so viel wie sonst, denn die Auswahl ist hier eher beschränkt. Anschliessend mit dem Bus wieder zurück. Wir entschliessen uns, zum Abendessen ins Outback unweit vom Hotel zu gehen. Outback kennen wir schon uns ist immer wieder gut. Auf dem Rückweg checken wir noch bei ein paar Mietwagenunternehmen die Preise für morgen. Das Wetter sollte ja besser werden.
8.3. - Inselrundfahrt
Hanauma Bay Neuer Tag, und endlich spielt auch das Wetter mit. Wir sehen blauen Himmel und Sonne. So ist's doch gleich viel schöner hier. Da wir morgen das Hotel wechseln und kein Transfer gebucht haben entscheiden wir uns heute einen Mietwagen zu suchen, mit dem können wir dann ja gleich morgen früh noch das Hotel wechseln. Dazu gleich mehr. Alamo, National und Thrifty haben wir ja schon gefunden, also nochmal hinwackeln und Preise checken. Leider sind alle nicht grad billig, und das günstige wäre wohl bei ca. 80 USD für einen Tag. Genervt gehen wir noch weiter zu einem der z.B. ne Dodge Viper vermietet - neugierig sein kostet ja noch nichts. Gut, die Viper war dann mit 799 USD / Tag doch etwas zu hoch, aber er verweist uns an einen Kollegen mit billigeren Autos. Hier werden wir fündig und mieten einen alten Toyota Corolla für 50 USD inkl. aller Versicherungen. Nicht schön, aber tut :)
Mit diesem Schmuckstück machen wir uns dann gleich mal auf den Weg und folgen der vom Reiseführer empfohlenen Route am Diamond Head vorbei und dann der Küste entlang. Wir sehen herrliche Ausblicke, tolle Strände und kommen auch am sog. "Blow Hole" vorbei. Hier sprudelt Geysirähnlich aus dem Lavagestein am Strand bei entsprechendem Wellengang eine Wasserfontäne hoch. Weiter der Küste entlang, und je weiter wir fahren, umso grauer wird der Himmel. Bei Kailua brechen wir die Tour ab und nehmen die Autobahn zurück nach Honolulu. Das hat sich gelohnt, denn hier ist das Wetter deutlich besser. Wir gehen nach Pearl Harbor und besuchen das USS Arizona Memorial. Das ganze ist sehr eindrücklich - ein schwarzer Fleck in der amerikanischen Geschichte. Als wir aus dem Memorial rauskommen wir auch hier das Wetter schlechter. Naja, vielleicht haben wir ja nun an der Nordküste Glück, der Tag ist ja noch jung. Also zurück auf die Autobahn und wieder Richtung Kailua. Viel besser ist es nicht, aber wieder trocken. Also fahren wir weiter die Küste entlang und sehen dabei den 'China Mans Hat', einen Felsen der aus dem Wasser ragt und entfernt an einen Hut eines Chinesen erinnert. Weiter der Küste entlang finden wir schickes Städtchen Laie, das komplett in der Hand von Mormonen ist. Hier haben sie sogar einen Tempel gebaut. Den besichtigen wir - zumindest von aussen. Eine deutsche führt uns ein Stück durch den Besucherbereich und versucht uns zu erleuchten. Naja, etwas zumindest. Sie erzählt was der Tempel bedeutet usw. Wir sind wohl beide katholisch, aber auch damit haben wir nicht sooo viel zu tun, sodass uns die Ansichten der noch jungen Gläubigen doch etwas realitätsfremd vorkommen. Also weiter der Strasse nach. Langsam geht der Tag dem Ende entgegen, und wir kommen Richtung Haleiwa. Hier soll es das beste Shave Ice von ganz Hawaii geben. Leider hat der Laden gerade zugemacht als wir eintreffen. Nun gut, ist sowieso eher Zeit für Abendessen.
Rainbow Tower bei NachtAm Ortseingang haben wir das Jameson's By The Sea gefunden. Sieht ganz net aus, und wenn keine Wolken da wären hätte man auch einen tollen Sonnenuntergang. Anschliessend fahren wir durch den Regen relativ zügig zurück zum Hotel. Hier ist es erstaunlicherweise wieder trocken. Das Wetter auf der Insel wird uns wohl noch eine Weile ein Rätsel sein. Vom Parkplatz hinterm Hotel kommen wir durch den Pool bzw. Lagunenbereich ins Hotelgelände. Hier schiessen wir ein paar tolle Nachtschüsse vom bekannten Rainbow-Tower. Von der Lagune aus hören wir noch die letzten Züge des Luau's.
9.3. - Hotelwechsel
Erstes mal Hotelwechseln. Gleich morgens packen wir unserem Kram zusammen und checken aus. Ich hol das Auto und nachdem wir alles irgendwie reinbekommen haben kann's losgehen. Nach der Erfahrung vom Vorabend buchen wir uns noch kurzentschlossen im Luau für heute abend ein. Das klang doch alles ganz nett. Wir kommen in anderen Hotel an und sind erstmal entäuscht. Das Zimmer ist nicht so der Bringer und überhaupt hat das 'Queen Kapiolani' wohl schon seine besten Tage hinter sich. Nunja, sind ja nur zwei Nächte und bleibt die Hoffnung, dass die anderen Hotels besser sind. Nachdem wir unseren schicken Mietwagen abgegeben haben gehen wir etwas zum Strand, denn heut scheint wieder die Sonne. So macht Hawai'i Spass. Am Abend fahren wir mit dem Bus zurück zum Hilton für das Luau. Das Luau ist eine Hula Show mit Abendessen. Grob gesagt. Im Hilton wird das ganze 'rooftop', also auf dem Dach des Parkhauses aufgeführt. Klingt jetzt erstmal doof, aber ist eigentlich eine schöne Location mit tollem Blick auf dem Rainbow-Tower und den Hilton eigenen Strand. Als wir ankommen ziehen die ersten Wolken auf, und wir fragen uns was wohl bei Regen passiert?
Sonnenuntergang am Luau Auf dem Tischen stehen bereits die Nachtische (Kuchen und Kekse) sowie Früchte rum. Als das Buffet dann eröffnet wird fängt es natürlich an zu regnen. Bis jetzt nur ein paar Tropfen, und ausser uns scheint es niemand zu stören. Jedoch je länger wir sitzen, umso heftiger wird der Regen. Die Crew fängt an Tischdecken als Regenschutz zu verteilen, dass das Essen im Regen steht stört immer noch niemand. Mir wird es dann doch zu bunt, und ich verzieh mich samt Teller in eine Tiki-Hütte, die kurz zuvor noch für Aktionen wir Henna-Tattoo's oder Ananas-werfen verwendet wird. Kerstin kommt gleich nach, und noch zwei weitere Touris folgen unserem Beispiel. Kurz darauf wird die Vorstellung dann doch abgesagt, die Sicherheit der Tänzer wäre gefährdet - an das Essen denkt wohl immer noch keiner. Wir bekommen 50% des Eintrittspreises zurück, und dürfen innerhalb der nächsten drei Tage nochmals kommen. Vielleicht haben wir dann ja mehr Glück. Wir melden uns für den 11. nochmals an.
10.3. - Diamond Head
Blick auf WaikikiHeute sieht das Wetter auch wieder freundlich aus, scheint sich ja langsam einzupendeln. Wir entscheiden uns heute auf den Diamond Head zu wandern. Laut Reiseführer ein Must-See. Mit dem Bus geht es bis zum Fuss des Gipfels und den Rest legen wir dann zu Fuss zurück. Die ganze Wanderung ist etwas mehr als eine Stunde und recht locker. Zum Glück ist es nicht so heiss, sonst wäre das wohl doch eher anstrengend. So ist es mit dem Wind eher frisch - stellenweise zumindest. Der Weg zur Spitze geht über irgendwas von 300 Stufen und sonst über Stock und Stein. Im Reisebericht von Freya und Jürgen stand ja schon, dass viele hier mit Flip-Flops hochlaufen, das ist auch heute noch so. Auch wir wundern uns darüber, aber so sind sie halt hier. Dafür ist die Taschenlampe nun nicht mehr erforderlich, ist alles gut ausgeleuchtet. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf Waikiki Beach und zu einem kleinen Leuchtturm. Wir ruhen etwas aus, und geniessen das Treiben auf dem Berg. Auf dem Abstieg nehmen wir noch ein Shave Ice vom Imbisswagen mit. Was daran nun so besonders sein soll bleibt uns ein Rätsel. Im Prinzip sind es fein geraspelte Eiswüfel mit Sirup übergossen. Bappsuess und viel zu viel. Da essen wir doch lieber ein Eis vom Coldstone. Vielleicht sind wir doch zu sehr Europäer. Auch wir entscheiden uns bis zurück zur Waikiki zu laufen und auf den Bus zu verzichten. Soweit ist es gar nicht. Gegen Abend gehen wir noch ins Halekulani Hotel, hier gibt es jeden Abend kostenloses Entertainment mit Live-Musik und Hulatänzerinnen. Hier nehmen wir einen Cocktail und geniessen einen weiteren schönen Sonnenuntergang. Anschliessend gehen wir wieder durch Waikiki zurück zu unserem Hotel. Dabei finden wir das Coconut Willy's - auch hier kommt Livemusik zu unseren Ohren und wir entscheiden uns reinzuschauen. Ein ganz witziger Laden, wir tanzen etwas und schauen Profi-Salsa-Tänzern zu. Langsam gewöhnen wir uns wohl auch an die Zeitverschiebung und halten etwas länger durch bevor wir dann müde in unser Bett fallen.
11.3. - Letzter Tag auf Oahu
Heute ist unser letzter Tag auf Oahu, wir tingeln mal wieder durch die Strassen und kaufen noch das ein oder andere Souvenir. Ach ja, die ersten Postkarten werden auch heute verschickt. Ansonsten lassen wir es ruhig angehen und geniessen Sonne und Strand. Am Abend ruft dann wieder das Luau. Diesmal haben wir Glück, und auch das Essen bleibt trocken.
Feuertanz am Luau Die Show ansich ist ok, aber nicht der Brüller. Für den vollen Preis wären wir wohl entäuscht gewesen - sind immerhin knapp 100 USD pro Person. Das gibt es auch sicher billiger. Gut, zum halben Preis zwei mal, das muss man uns erstmal nachmachen. Das Ende der Show bilden Feuertänzter, die uns doch stark an unsere Hochzeit und die Feuerfrauen erinnern. Schön - ist ja auch unsere Hochzeitsreise, da passt das. Morgen gehts dann ab nach Kauai....
12.3. - Ankunft Kauai
Leuchtturm am NordzipfelRelativ früh am morgen werden wir in Oahu vom Hotel abgeholt und mit dem Shuttle zum Flughafen gebracht. Mehr als zwei Stunden vor Abflug - viel zu viel für einen inter-island Flug. Egal, gegen Mittag sind wir endlich auf Kauai und nehmen unseren Mietwagen in Empfang. Da es ein gutes Upgrade Angebot für ein Cabrio gibt entscheiden wir uns dafür. Leider sind alle Mustangs bereits unterwegs und wir müssen mit einem Chrysler Sebring vorlieb nehmen. Auch nett, nur zu wenig Platz für Gepäck und Verdeck im Kofferraum. Das Hotel ist schnell gefunden, und wir sind sehr positiv überrascht. Im Best Western gibt es nur Suites mit Küche, Wohn-/Esszimmer, Schlafzimmer und natürlich Bad/Dusche. Das ganze schön eingerichtet, dazu kostenloses Internet und Parkplatz. Na wenn es so weiter geht ist das schön. Für den Rest des Tages entscheiden wir uns die Nordküste anzuschauen, soviel Zeit ist eh nicht mehr und auch das Wetter ist mal wieder nicht so toll. Als wir bei dem Leuchtturm der Insel ankommen ist der Wind so stark und kalt, das wir gar keine Lust haben auszusteigen. Also schnell weiter, wir fahren bis ganz ans Ende der Strasse Haena. Von hier aus soll es einen schönen Blick zu der berühmten Na'apali Coast geben. Dass man hier noch eine gute Stunde über Stock und Stein durch den Dschungel muss erfahren wir erst dort. Kurz vor Dämmerung und bei drohendem Regen haben wir dazu keine Lust. Also Rückweg mit Zwischenstopp zum Abendessen, und dann ist dieser Tag auch schon rum.
13.3. - Kauai Südseite
Waimea CanyonNachdem wir ausgeschlafen haben, machen wir uns erstmal Frühstück in der eigenen Küche und nutzen das Internet um nach Hause zu telefonieren. Schon praktisch wenn es das in jedem Hotel gäbe. Alles erledigt, also auf in den Süden der Insel. Hier soll auch das Wetter am stabilsten sein heute. In der Tat können wir das Verdeck öffnen, zumindest bis Poipu. Als wir am Strand ankommen setzt mal wieder Regen ein, und mit der ganzen Tourimenge flüchten auch wir wieder ins Auto. Wir fahren weiter zum Spouting Horn - eigentlich sehr ähnlich dem Blowhole was wir auf Oahu schon gesehen haben. Nur hat es hier heute wohl nicht genug wellen, somit sprudelt es nur etwas gelangweilt aus dem Loch. Wir machen uns auf den Weg zum Waimea Canyon, unterwegs scheint wieder die Sonne und wir sind guter Dinge. Die Strecke ist schön, erinnert etwas an eine Passfahrt in der Schweiz, nur die Bäume sind nicht so zahlreich. Als wir beim ersten Canyon Lookout ankommen - oh wunder - mal wieder Wolken und Regen. Vor lauter Nebel sieht man vom Canyon eigentlich gar nichts. Wir fahren weiter in der Hoffnung, das das Wetter besser wird. Fehlanzeige. Irgendwann geben wir auf, und fahren zurück zum Strand - zum Wandern hier in der Kälte haben wir eh keine Lust, und laut Reiseführer kann man in den Barking Sands auch gut spazieren gehen. Unten angekommen ist das Wetter wieder gut, nur finden wir kein Platz zum wandern, es ist alles militärisches Sperrgebiet. Auf dem Weg finden wir noch den Hinweis auf ein russisches Fort, welches sich jedoch zunächst vor uns versteckt. Nach einiger Sucherei finden wir herraus, das es mal ein Fort war und nun nur noch die Grundmauern stehen, welche zusätzlich noch ziemlich verwachsen sind. Also schwer auszumachen. Nicht gerade so beeindruckend. Dafür sieht man in der Zwischenzeit auf dem Berg blauen Himmel, also nochmals die 'Passstrecke' hoch, und wir haben Glück. Es ist noch bewölkt, aber trocken und die Wolken haben sich immerhin aus dem Canyon zurückgezogen. Wir haben einen tollen Ausblick. In der Tat ist der Canyon seinem grossen Bruder in Arizona doch sehr ähnlich. Nur wanderen wollen wir nun auch nicht mehr, ist ja schon wieder spät geworden. Zum Abendessen haben wir uns entschieden ein Restaurant aufzusuchen, was auf dem Weg lag und auch im Reiseführer lobend erwähnt wird. Im dunkeln ist das Gaylord's aber gar nicht mehr so einfach zu finden, denn beleuchtete Schilder haltet man hier wohl für Luxus. Die Sucherei lohnt sich, denn das Essen und das Ambiente sind sehr zu empfehlen.
14.3. - Letzter Tag auf Kauai
Opaeka FallsNeuer Tag, neues Glück und wiedermal ist das Wetter eher durchwachsen mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo nass zu werden. Wir entscheiden uns die Wasserfälle in der Umgebung zu besichtigen. Dabei finden wir noch ein Hawaiian Village, indem ein traditionelles Dorf nachgebaut wurde und die einzelnen Gebäude erklärt sind. Schön gemacht das ganze, und wenn es nun auch noch sonnig wäre hätten wir sicher die Kanufahrt zu den 'Secret Falls' gemacht. So lassen wir das und fahren weiter. Unterwegs finden wir noch eine nette Kirche am Wegesrand. Kerstin gräbt nun noch Coupons aus und findet einen von einem Geschäft, wo es lokale Produkte wie Marmelade usw. gibt. Natürlich fast am anderen Ende der Insel, aber wir haben sonst nichts zu tun, und der Tank muss ja sowieso leer werden. Die Fahrt lohnt sich, denn die Produkte von Aunty Lilikoi sind gut und auch noch günstig. Das ideale Mitbringsel. Ein weiterer Coupon bringt uns zu einer Keksbäckerei, nur die hat schon zu. Nun suchen wir noch eine Zuckermühle, die auf unserer Karte eingezeichnet ist, doch die ist nicht zu finden. Statt dessen finden wir nur eine Kaffeeplantage. Hier gibt es aber nichts zu kaufen. Nun, es wird auch schon wieder dunkel, also zurück Richtung Hotel. Abendessen gibt es heute Pizza in der Pizetta. Auch die ist sehr zu empfehlen!
15.3. - Ankunft Big Island
Painted ChurchAbermals ging es recht früh zum Flughafen, doch diesmal immerhin nur etwa eine Stunde vor Abflug. Hat locker gereicht. Auf Big Island nehmen wir einen Jeep Wrangler, da der Reiseführer von einigen Strassen spricht, die nur mit Allradler zu befahren sind. Diesmal ist es leider nicht ganz so schick wie auf Kauai, aber passt schon. Wir sind ja wieder nur drei Tage hier. Nach dem einchecken schauen wir uns mal die Gegend um Kona Richtung Süden an. Wir halten bei einer Kaffee Plantage und lassen uns das Gelände zeigen. Kaffee kaufen wir keinen, aber gute Kekse. Weiter geht es zu der berühmten Painted Church. Das Wetter ist toll, und wir geniessen die schöne Aussicht. Wir fahren noch etwas gen Süden, bis mal wieder dunkel wird.
16.3. - Norküste Big Island
Heute machen wir uns auf dem Weg Richtung Norden. Unser Reiseführer empfiehlt eine schöne Tagestour von 250 km. Also Pferde satteln und los. Vorbei geht es an grossen Lavafeldern, wo viele mit weissen Steinen Schriftzüge reinlegen. Das sieht interessant aus, zumal man das sonst eher andersrum kennt. Nach den Lavafeldern geht es zum nördlichsten Punkt der Insel. Hier liegt der Upolu Flughafen, laut unserem Reiseführer ist direkt hinter diesem die vermutliche Geburtsstätte des Königs Kamehamea von Hawaii.
Norküste Big IslandNun, wir stehen am Flughafen und sehen hier ausser Feldwegen nichts mehr. Wir können uns kaum vorstellen, das hier noch was kommt, aber da wir ja einen 'Off-Roader' dabei haben probieren wir es aus. Nach einigen hundert Metern stoppen wir erstmal, denn hier wird es matschig. Egal, ein Off-Roader muss das können also weiter. Mir macht das ganz sichtlich Spass während sich Kerstin glaub ich zeitweise nicht ganz so wohl fühlt. Nach einigen Minuten so fahren bekommen wir Gegenverkehr - das kann lustig werden. Obwohl hier nirgends Platz ist, weichen die beiden Fahrzeuge soweit auf die Seite aus, dass ich Angst hätte das Auto kippt um. Irgendwie geht es, und ein netter Mann sagt uns wir sind auf dem richtigen Weg. Irgendwann kommen wir tatsächlich an und sehen ein paar Steinhaufen - verzeihe, Grundmauern - wo der König geboren sein soll. Aha. Egal, immerhin haben wir unterwegs ein paar Wale im Meer gesehen. Wir fahren dann weiter bis zu Waipo. Hier bringt uns die Strasse über einen Berg wo grüne Felder und Wiesen zu sehen sind und überhaupt ist die Landschaft total anders wie am morgen. Am Woipu Valley angekommen sehen wir das erste mal ein Schild, dass uns besagt hier dürfen nur noch 4WD-Fahrzeuge weiter. Gut, dass wir eines haben. Über ein ziemliches Gefälle geht es hinunter und wir verstehen warum andere Autos hier nichts zu suchen haben. Denn auch unten angekommen ist die Strasse nicht wirklich eine Strasse.
Waipio Valley Es geht quer durch den Wald, durch Bäche und über Stock und Stein. Aber es macht Spass und ist wirklich schön hier unten. Am Strand angekommen sehen wir das erstmal wirklich schwarzen Sand. Der ist nicht nur schön, sondern auch warm. Wir geniessen Sonne, Strand und mehr bevor aus auf dem Rückweg geht. Ganz bis nach Hilo wie der Reiseführer empfiehlt schaffen wir es eh nicht mehr, also eher den schnelleren Weg zurück Richtung Hotel. Der fährt uns noch an der Parker Ranch - amerikas größter Ranch - vorbei. Und das auf einer Insel.
17.3. - Mauna Kea
Mauna KeaHeute sind wir richtig brutal zu uns selbst und stehen schon um 3 Uhr morgens auf. Wir wollen auf den Mauna Kea - höchster Berg der Inseln - um den Sonnenaufgang zu sehen. Die Fahrt im kompletten Dunkel auf den 4000-er ist teilweise abenteuerlich, und auch hier sind wir mit dem Off-Roader deutlich besser bedient. Leider landen wir voll in den Wolken, es ist scheisse kalt und schneit dazu auch noch. Von der Sonne sehen wir erst nichts. Schade. Wir fahren weiter nach Hilo und wollen da etwas ausruhen. Frühstück gibts dann in Ken's House of Pancakes. Nichts besonders, aber gut und günstig. Ansonsten entäuscht uns Hilo eher. Also fahren wir von hier aus erstmal weiter gen Norden und schauen uns die wichtigsten Wasserfälle, die Akaka Falls, an.
Akaka Falls Später gehts dann Richtung Süden, hier finden wir bei Pahoa den Lava Tree National Park. Durch den Park fährt ein kleiner Trail, der recht kommt als Abwechslung zu der ganzen Fahrerei hier. Weiter geht's dann zum Cape Kamukahi Lighthouse - wohl eher ein Lighthouse für Arme. Schön ist aber die Lavalandschaft. Alles schwarz, trocken und tot. Noch nicht viel bewachsen. Kurz dahinter ist es jedoch schon sehr dschungelig und erinnert uns immer wieder an unseren Trip nach Malaysia. Endziel für heute ist der aktive Teil des Vulkans, wo man Lava fliessen sehen kann - wenn das Wetter mitspielt. Wir und alle der letzten drei Tage hatten Pech. Das Wetter ist zu windig und feucht, sodass es den Rangern zu gefährlich ist Touris an die Lava zu lassen. Das es schon wieder unser letzter Tag auf der Insel ist fällt dieser Programmpunkt wohl leider aus. Wir fahren diesmal die Südstrecke zurück zum Hotel. Hier regnet es stellenweise erbärmlich und wir sind froh im Hotel anzukommen - nicht zuletzt da wir den Tank mal wieder ganz leer gemacht haben.
18.3. - Ankunft auf Maui
Heute war unser letzter Inselwechsel vor dem Heimflug - gut, irgendwann reicht es auch. Auf Maui angekommen sind wir mal wieder am Mietwagenschalter auf der Suche nach einem netten Auto. Und endlich bekommen wir, was wir schon die ganze Zeit wollten. Für nur 15 USD pro Tag mehr dürfen wir einen Ford Mustang in weiss für die nächsten Tage unser eigen nennen. Da das ja unser Hochzeitsauto war ist das perfekt. Im Hotel angekommen sind wir auch hier wieder positiv überrascht, ein grosses Resort mit allem drum und dran. Gut, die miefigen alten Socken im Schrank erwähne ich nun nicht genauer, schliesslich bekamen wir umgehend ein grösseres Zimmer. Da das Wetter mitspielt gehen wir erstmal etwas an den Strand und relaxen. Ausklang wieder im Outback, ist ja grad um die Ecke.
19.3. - Whale Watching
Whale WatchingWir stehen spät auf, das Wetter ist eh nicht so prikelnd. Trocken, aber ziemlich bewölkt. Gegen mittag gehen wir mal das nahegelegene Shoppingcenter anschauen, es fehlen ja noch immer ein paar Souvenirs. Kerstin lässt noch ihre Nägel machen und anschliessend gehen wir noch auf eine Whale-Watch-Tour raus auf's mehr. Hier ist das vor allem der Wind ziemlich frisch, aber wir sehen Buckelwale. Leider darf das Boot nicht allzunahe ran, ist aber trotzdem schön die Giganten der Meere zu beobachten.
20.3. - Trail ride
Wir haben uns entschieden heute nicht in die Berge zu gehen, schliesslich will ich noch tauchen und das planen wir auf morgen. Gut, also buchen wir uns noch bei einem Ausritt zum Sonnenuntergang bei den Lahaina Stables ein. Vorher schauen wir uns die Küste Richtung Norden an, allzuviel kommt hier jedoch nicht mehr. Also gehen wir wieder zum Strand und schauen dem Spiel - oder besser den Versuchen - der Surfer zu. Als wir pünktlich beim Stall ankommen wundern wir uns weil - neben zwei weiteren Touris - niemand da ist. Es dauert fast eine Stunde bis wir endlich empfangen werden. Man sagt uns das die Ticketagentour einen Fehler gemacht hätte und ab März die Tour eine Stunde später beginnt. Wir sollen uns aber nicht ärgern, in Hawaii wäre sowas normal. Der Ausritt ist schön, wenn auch die anderen Touris allesamt recht ruhig sind und wir mit niemand wirklich ins Gespräch kommen.
21.3. - Tauchen / Strand
Heute trennen wir uns für einen Tag. Kerstin macht es sich am Hotelstrand gemütlich während ich mit den Hawaiian Rafting Adventures tauchen gehe. Wir fahren mit dem Boot zur Insel Lanaii und sehen direkt vor dem ersten Tauchgang eine Schule Delphine am Boot. Der erste Tauchgang ist bis auf einen Oktopus relativ ruhig um nicht zu sagen langweilig. Gut, ich bin vielleicht durch das Rote Meer auch etwas verwöhnt. Im zweiten Tauchgang sehen wir einige Weissspitzenriffhaie. Die sind mal lässig und schwimmen einfach um uns rum. Auf dem Rückweg sehen wir wieder Wale, diesmal aus nächster Nähe. Leider hab ich die Kamera nicht dabei.
22.3. - Letzter Hotelwechsel
Nachdem wir mehrere Leute gefragt haben wissen wir nun endlich wo unser nächstes und letztes Hotel liegt. Direkt Downtown Lahaina. Als wir auf dem Parkplatz ankommen sind wir noch etwas skeptisch, doch das zerstreut sich gleich. Das Plantation Inn ist ein ganz tolles Hotel im alten Kolonialstil. Vermutlich ist das Gebäude sogar noch aus der Zeit - keine Sorge, die Zimmer sind alle renoviert. Trotzdem hat sich das Hotel seinen Charme aus den alten Tagen bewahren können und ist eine echte Perle. Die Zimmer sind superschön eingerichtet, die Poollandschaft ist zwar nicht gross aber auch sehr schön und durch Palmen abgetrennt von der Stadt. Das Personal ist superfreundlich und dazu gibt es kostenlose Parkplätze sowie Internet. Was will man mehr. Wir ruhen uns etwas am Pool aus und gehen anschliessend an die Front-Street, wo abends das Leben spielt. Hier spielen in vielen Bars Livemusiker, und mit dem Blick über das Meer ist es einfach klasse. So muss Urlaub sein.
23.3. - Die Strasse nach Hana
Hookipa BeachDas Wetter ist wieder klasse und wir entscheiden uns heute die Strasse nach Hana zu meistern. Der Reiseführer sagt hierzu 'der Weg ist das Ziel'. Uns erwarten irgendwas über 600 Kurven und mehr als 50 einspurige Brücken. Auf dem Weg zum Start kommen wir noch an der einzig aktiven Zuckermühle vorbei. Führungen gibt es derzeit jedoch nicht, und das Museum ist uns etwas zu teuer. Kurz darauf geht der eigentlich Teil der Strecke los.
Strasse nach HanaDie Beschreibung klingt für Passfahrt erfahrene Schweizer nicht so spektakulär, dennoch ist die Strecke wirklich schön. Für viele Amerikaner ist es sicher etwas ganz besonderes soviele Kurven zu haben - so fahren sie auch. Wären wir etwas früher aufgestanden hätten wir sicher auch den ein oder anderen Spaziergang zu den ganzen Wasserfällen gemacht. So begnügen wir uns mit den einfach zu erreichenden Sträden. Unterwegs finden wir noch ein Schild, das auf 'homemade ice cream' hinweist. Natürlich müssen wir halten und kaufen von einer netten Frau zwei Waffeln sehr leckeres Eis. Sie bringt und das ganze direkt aus der Küche direkt durch den mit allerlei Gerüpel vollgestellten Hof. Wir erfahren, dass ihr Mann eine Kochlehre in der Schweiz gemacht hat. Wo weis sie jedoch grad nicht mehr. Nächster Stopp ist eine Lava Tube, das ist eine Höhle in der Lava vom Berg bis zum Meer geflossen ist. Wir besichtigen die Höhle und sind durchaus über die Ausmasse erstaunt.
Hana BeachEs ist auch gleich die grösste Lava Tube von allen Hawaii-Inseln. Wir befahren die Strecke wirklich bis zum Ende und kommen bis zum Haleakla National Park wo die Oheo Gulch Pools sind. In der Zwischenzeit hat sich das Wetter gewandelt und es regnet etwas. Schade, sonst hätten wir hier noch baden können. Den Rückweg machen wir fast komplett im dunkeln, hier machen die vielen Kurven nicht mehr ganz so viel Spass.
24.3. - Haleakla Crater
Haleakla CraterDer Wecker klingelt mal wieder verdammt früh, denn wir wollen zum Sonnenaufgang auf den Crater. Allerdings entscheiden wir uns schnell um, so kurz vor Urlaubsende soll man sich ja nicht mehr so anstrengen, oder? Also ausschlafen und anschliessend geht es wieder auf die Strasse. Weil Kerstins Nägel schon jetzt erste Verschleisserscheinungen zeigen fahren wir nochmal in dem Laden vorbei und lassen das reparieren. Selbstverständlich kostenlos - das ist Kundenservice a la USA. Anschliessend machen wir uns auf den Weg Richtung Krater. Unterwegs halten wir noch in Makawao. Ein kleines Städtchen am Fusse des Berges, das noch fast wie im wilden Westen aussieht.
Sonnenuntergang auf dem KraterWir streifen durch einige Shops, die alle viel zu teuer sind, aber schön ist es hier trotzdem. Anschliessend auf dem 3000m hohen Haleakla. Dabei fahren wir durch die Wolken und kommen bei strahlend blauem Himmel auf dem Gipfel an. Für eine kleine Wanderung ist es jetzt schon wieder zu spät, und ausserdem zu kalt. Der Höhenunterschied macht ganz schön was aus. Wir suchen uns ein lauschiges Plätzchen und schauen den Sonnenuntergang vom Auto aus an.
25.3. - Abreise und viele Stunden Heimflug....
Black RockUnser letzter Tag. Irgendwie schade das schon alles rum ist, aber irgendwo auch schön wieder nach Hause zu kommen. Und immerhin haben wir noch den ganzen Tag, der Flug geht ja erst gegen 21.00 abends. Also so spät wie möglich aus dem Hotel auschecken, vorher noch am Pool rumliegen und einfach Sonne tanken. Anschliessend fahren wir noch etwas ziellos durch die Gegend und enden wieder mal an der Frontstreet in Lahaina. Wir essen nochmal ein Sandwich im Cheesburger in Paradise und sitzen direkt am Fenster zum Meer. Herrlich. Noch irgendwie gar keine Aufbruchstimmung in Sicht. Als wir uns entscheiden loszufahren hören wir mal wieder Livemusik in unserem Cabrio und halten gleich an. Ist ja grad noch Happy-Hour, also genehmigen wir uns nochmal einen Cocktail bevor wir wirklich zum Flughafen müssen. Als wir dann doch aufbrechen zeigt auch unser Mustang, dass er langsam abgegeben werden will - das Tankreservelicht erinnert uns daran nicht mehr allzuviele Umwege zu machen. Mietwagen abgegeben, eingecheckt und dann sitzen wir ehe wir uns versehen im Flieger zurück.
Zusammenfassung
Rückblickend hatten wir eine geniale Zeit in Hawai'i und würden es sicher nochmals machen, wenn der lange Flug nicht wäre. Die nahezu 20 h im Flieger waren stellenweise nicht wirklich angenehm, speziell von Maui nach Atlanta. Hier hatten wir noch einen Stop-Over in Los Angeles und vor allem den ganzen Flug über nichts zu essen. Ab LA gab es nichtmal Filme kostenlos. Die amerikanischen Gesellschaften müssen wohl wirklich sparen. Ab Atlanta hatten wir wenigstens etwas mehr Platz, dafür kein Entertainment - gut, das sind wir bei Delta ja in der Zwischenzeit gewöhnt.
Kommen wir zu den schönen Dingen. 23 Tage waren ideal, viel kürzer sollte man in Hawaii nicht sein, viel länger muss nicht sein. Wir hatten niemals das Gefühl als wenn die Zeit davon rennt - etwas ganz seltenes für uns im Urlaub. Normal sind speziell die letzten Tage immer irgendwo hektisch, weil man noch so viel machen und erleben will und einfach keine Zeit mehr hat. Gab es diesmal gar nicht, wir hatten schon so viel gesehen, dass nichts gefehlt hat. Klar, es ging immer mehr. So waren wir nicht surfen, nicht an der Lava, nicht zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel und und und, doch wir vermissen nichts wirklich. Was wir wohl beim nächsten Mal anders machen würden, wäre mehr Zeit für Big Island einzuplanen. Hier sind drei Tage sehr knapp, und dabei kann man auf der Insel wirklich viel sehen. Nur sind die Entfernungen gigantisch, wo fährt man sonst mal schnell 5-6h nur um irgendeine Sehenswürdigkeit begaffen zu können. Wo sonst kann man mit etwas Glück fliessende Lava sehen oder gar in der Nähe tauchen? Kauai dagegen ist eine Insel, die wir vermutlich auslassen würden. Sicher, sie ist auch schön und hat ihre Reize, wir beide sind einfach nicht die Natur- und Dschungelliebhaber.
Was die Jahreszeit betrifft waren wir vielleicht etwas früh dran. Der Anfang war ziemlich regnerisch, was einem etwas auf's Gemüt drückt. Schliesslich sitzt man ewig ein einer Blechbüchse und umrundet die halbe Welt um schönes Wetter zu haben. Dann wiederum haben selbst die Einheimischen von ungewohnt viel Regen gesprochen. Das kann wohl immer mal passieren. Überraschend für uns gibt es auf jeder Insel immer irgendwo Wolken, man muss dann flexibel genug sein sich ein anderes Eck auszusuchen, und dann scheint auch meist die Sonne. Das gehört zu Hawaii wohl dazu, auch wenn man Bilder von Hawaii in Büchern oder sonst wo anschaut, so sind doch meist Wolken mit auf dem Bild. Also das sollte einen nicht abhalten. Die Temperaturen waren immer gut und warm genug - ausser natürlich für Kerstin. Aber das kennt ihr ja.
An dieser Stelle noch ein Danke an alle, die uns diese Reise ermöglicht haben - speziell natürlich an unsere Hochzeitsgäste die mit ihrer Spende den Urlaubsfond soweit aufgestockt haben. Ansonsten noch an Freya und Jürgen, deren Bericht im Vorraus und auf der Reise einige wertvolle Infos für uns parat hatte. Ich hoffe doch, dass unser Bericht vielleicht auch dem einen oder anderen hilfreich ist.